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Besondere Arten

Eine besondere Pflanze muss nicht automatisch die seltenste oder teuerste Art sein. Bei ExoticsAtHome verwenden wir diesen Begriff vor allem für Pflanzen, die aufgrund ihrer Herkunft, Wuchsform, begrenzten Verfügbarkeit oder Aufzucht eine besondere Stellung innerhalb einer Sammlung einnehmen.

Manche Arten sind besonders, weil sie im regulären Handel kaum erhältlich sind. Bei anderen Pflanzen liegt der Reiz vor allem in ihrer Entwicklung, ihrem natürlichen Lebensraum oder der Herausforderung, sie aus Saatgut aufzuziehen.


Schöner, vielfältiger und anspruchsvoller

Herberts wahre Liebe gilt den eher tropischen Palmenarten und Pflanzen. Er empfindet diese als schöner, vielfältiger und schwieriger zu kultivieren und damit auch als anspruchsvoller.

Für ihn muss eine Pflanze also nicht nur deshalb besonders sein, weil sie selten ist. Auch die Vielfalt zwischen den Arten, eine auffällige Wuchsform oder eine schwierige und langwierige Aufzucht können dafür sorgen, dass eine Pflanze einen besonderen Platz innerhalb der Sammlung erhält.


Warum eine Art nur begrenzt verfügbar sein kann

Manche Pflanzen produzieren nur wenig keimfähiges Saatgut, kommen ausschließlich in einem kleinen Verbreitungsgebiet vor oder werden nur von wenigen Züchtern aufgezogen. Andere Arten keimen langsam, wachsen langsam oder benötigen während der Aufzucht besondere Bedingungen.

Dadurch kann es lange dauern, bis eine Art in einer verkaufsfähigen Größe verfügbar ist. Auch die Frische und Verfügbarkeit des Saatguts bestimmen, ob eine Pflanze in größerem Umfang aufgezogen werden kann.


Herkunft und Unterschiede zwischen Populationen

Herbert Riphagen besucht die natürlichen Lebensräume von Palmenarten, um frisches Saatgut zu beschaffen. Unsere Palmen werden häufig aus eigenem Saatgut aufgezogen. Dabei handelt es sich oft um exklusive Arten, beispielsweise von Trachycarpus, Licuala oder Johannesteijsmannia.

Auch innerhalb einer Art können unterschiedliche Herkünfte oder Populationen vorkommen. Herbert erprobte verschiedene Herkünfte in der Praxis und sammelte dabei Erfahrungen mit den Unterschieden zwischen Pflanzen.

Durch den Klimawandel und andere Faktoren stehen einige Populationen an verschiedenen Standorten unter Druck. Deshalb ist es wichtig, natürliche Lebensräume in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung zu schützen, damit auch in Zukunft frisches Saatgut geerntet werden kann.


Suche außerhalb des regulären Angebots

Dank Herberts Pflanzenwissen und seiner vielen Kontakte und Reisen durch den Dschungel liefert ExoticsAtHome auch zahlreiche Pflanzen an botanische Gärten. Dabei geht es häufig um Pflanzenlisten mit Arten, die nicht immer erhältlich sind und nach denen manchmal gezielt in der Natur gesucht werden muss.

Die Vision von ExoticsAtHome besteht darin, neue Pflanzenarten anzubieten, bevor sie in einem Labor vermehrt werden. Da diese Pflanzen auch an botanische Gärten geliefert werden, können exklusive Arten vorrätig gehalten werden. Darüber hinaus versucht ExoticsAtHome vor allem Pflanzen anzubieten, die andere nicht haben.


Zeit, Auswahl und Aufzucht

Eine Art, die während einer Reise, über einen Kontakt oder auf Wunsch eines botanischen Gartens gefunden wird, kann häufig nicht sofort angeboten werden. Wenn die Art aus Saatgut aufgezogen wird, muss dieses zunächst beschafft und zum Keimen gebracht werden. Anschließend werden die jungen Pflanzen langsam aufgezogen und beobachtet.

Die thailändische Phase der vergangenen Jahre bringt Herbert wieder zurück zum Wesentlichen: suchen, auswählen, langsam aufziehen und neue Arten in der Natur entdecken, um besondere Pflanzen international verfügbar zu machen.


Eine Pflanze mit einer Geschichte

Riphagens Bedeutung lag nicht in der formalen Benennung neuer Arten. Er machte seltene Pflanzen sichtbar, brachte Pflanzenmaterial und Geschichten nach Europa und erprobte unterschiedliche Herkünfte in der Praxis.

ExoticsAtHome möchte nicht nur eine besondere Pflanze anbieten, sondern nach Möglichkeit auch ihre Herkunft, Entwicklung und Geschichte sichtbar machen. Dies geschieht mithilfe von Wissen aus der Praxis und Fotos, die wir selbst aufgenommen haben.